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„Bitte mal was anderes als Spaghetti“ – es ist Zeit für ein neues IT Demand Management

10.04.2015

Die außerordentlich gut besuchte Konferenz "IT Demand Management" belegt eines: das schnell wachsende Interesse an einem neuen Demand Management.

IT Demand Management im 21. Jahrhundert: Vom "Spaghetti-Effekt", Verschwendung von Ressourcen, agiler IT-Organisation und Change Management. Die außerordentlich gut besuchte Konferenz "IT Demand Management" belegt eines: das schnell wachsende Interesse an einem neuen Demand Management. Die Einschätzung dazu von Campana & Schott - Demand Management wird sich bald als eine Leitdisziplin etablieren.

Warum? Dafür gibt es drei Gründe:

1. Aufräumen mit Komplexität (der Spaghetti-Effekt)

2. Gestärkte Fachbereiche

3. Sondereffekt Industrie 4.0

1. Aufräumen mit Komplexität (der Spaghetti-Effekt)

Viele Konferenzteilnehmer sprachen von "Spaghetti-Landschaften". Gemeint waren zum einen die verschlungenen organisatorischen Schnittstellen zwischen Fachbereich und IT. Diese bewirken Mehrfacharbeit und meist Verschwendung von Ressourcen. Vor allem aber diskutierten die Teilnehmer die komplexer werdenden technischen Schnittstellen und Abhängigkeiten, a. zwischen bestehenden IT-Anwendungen sowie b. zwischen laufenden IT-Projekten. Verschlungen wie ein Teller Spaghetti.

Was sind konkrete Ansatzpunkte, um die Spaghetti-Komplexität in den Griff zu bekommen?

  • Der Change von heute ist der Run von morgen: denken Sie bereits vor dem Start oder - besser noch - vor der Genehmigung eines neuen Projektes daran, wie das Projektergebnis die Komplexität Ihrer Systemlandschaft beeinflusst
  • Kleinere Projekte: schneiden Sie Projekte so klein wie möglich, dies reduziert ebenfalls Komplexität und steigert die Reaktionsfähigkeit Ihres Unternehmens
  • Kürzere Planungszyklen: das Projektportfolio wird drei- bis viermal pro Jahr überprüft und angepasst
  • Idealerweise passen Projektdauer und Planungsdauer zusammen. Zum Beispiel: alle drei Monate wird neu priorisiert, und zumindest ein großer Teil der Projekte läuft entsprechend auch circa drei Monate - das steigert nochmals Ihre Fähigkeit auf neue Umstände zu reagieren
  • Wirtschaftlichkeit ist eines, aber nicht alles: Kosteneinsparungen sind eines, mehr und mehr Unternehmen verstehen Business Cases aber ganzheitlicher - welchen Impact, welchen konkreten Mehrwert hat das Projekt bzw. die neue Anwendung für das Kerngeschäft oder direkt für den Kunden?

 

2. Gestärkte Fachbereiche

Auch das war Konsens bei vielen Diskussionen der Konferenz: Fachbereiche schaffen sich de facto ihre eigene IT-Organisation. Das muss nicht sein. Wenn die IT selbst wieder agil wird und dynamisch auf geänderte Bedarfe reagieren kann, ist sie ein starker Partner für das Business. Das funktioniert, wenn die IT den Fachbereich wirklich vertritt und ihn letztlich in seinen Anliegen unterstützt. Möglich wird das Ganze, wenn in der IT Demand Management und Projektportfoliomanagement zusammenwachsen. Dann heißt es wirklich: "Von der Schatten-IT zum zentral balancierten IT-Projektportfolio". Das zeigen die Erfahrungen unseres MDAX-Kunden SMA Solar. Mehr dazu finden Sie hier.

3. Sondereffekt Industrie 4.0

Schließlich gibt es in ganz vielen Unternehmen noch eine Entwicklung, bei der die Zusammenarbeit von Fachbereichen und IT eine ganz neue Bedeutung bekommt. Die Forderung der Kunden, die Produkte des Anbieters ins "Internet der Dinge zu verlagern, sowie die rasante Entwicklung in Richtung Industrie 4.0 bedeutet: die Fachbereiche müssen mit Internet-Visionen aufwarten. Insbesondere Produktion und Supply Chain werden digital transformiert. Die Unternehmen müssen in sehr kurzer Zeit enorme Entwicklungsanstrengungen starten, um den Anschluss nicht zu verpassen bzw. sich an die Spitze des Zuges zu setzen. Dem IT Demand Management kommt dabei eine führende Bedeutung zu­. Allerdings werden wir zukünftig dafür ganz andere Ansätze und Werkzeuge sehen, damit die digitale Transformation schnell zum Erfolg wird:

  • Projektmanagement und Projektarbeit zwischen IT und Fachbereichen wird wesentlich kollaborativer.
  • Neue (kollaborative) Werkzeuge werden sich dafür etablieren.
  • Communities, als gemeinsame, dynamische, aber eher lose und themenorientierte Form der unternehmensweiten Zusammenarbeit nehmen einen zentralen Stellenwert ein.

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