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Weichenstellungen im Projektmanagement: was Sie von unseren Kunden lernen können

10.12.2014

Projektmanagement: Zwischen bewährten Verfahren, die nur noch angewendetet werden müssen, Leadership-Aufgaben und dem Governance-Ansatz.

Große Veränderungsvorhaben erfordern eine komplett andere Herangehensweise als das, was man unter Projektmanagement versteht. Während „normale“ Projekte wie ein Software-Rollout oder eine auftragsbezogene Variantenentwicklung ein klar spezifiziertes Ergebnis bzw. Produkt abliefern sollen, zielen Programme auf grundlegende Veränderungen im Unternehmen ab. Beispiele solcher strategischer Vorhaben sind Reorganisationen und Neuausrichtungen, Konsolidierungen und Kostenoptimierungsprogramme oder die Entwicklung einer komplett neuen Produktfamilie (denken Sie nur an die neuen BMW Elektrofahrzeuge i3 und i8). Was bedeutet dieser Unterschied? Etwas plakativ formuliert: im Projektmanagement steht ein bewährtes Methodenset zur Verfügung, das „nur noch“ konsequent angewendet werden muss. Das Managen von Programmen hingegen ist in erster Linie eine Leadership-Aufgabe. Es wird verabredet, was erreicht werden soll, aber der Weg dahin ist nicht klar. Das Endergebnis steht zu Beginn noch nicht fest und wird sich eventuell über mehrere Jahre mehrmals ändern.

Wir haben uns exemplarisch 25 Großvorhaben angesehen und sind beim Leadership im Programmmanagement zu folgenden Erfolgsfaktoren gekommen: die strategische Ausrichtung der Einzelaktivitäten, oft einer Vielzahl von parallelen Projekten, muss laufend bewertet und balanciert werden. Dies erfordert einerseits die permanente Rückkopplung mit den Stakeholdern. Andererseits ist der Programmmanager der Spielmacher, der die verschiedenen Projektleiter über die ganze Zeit motiviert und unterstützt. Die Performance des Gesamtvorhabens wird dabei durch einen Governance-Ansatz gesteuert, d.h. es wird primär die Umsetzung der vereinbarten organisatorischen Spielregeln gesichert. D.h. auf Programmebene erfolgt weniger ein Controlling der Einzelprojekte, sondern das intelligente Zusammenwirken der einzelnen Projekte steht im Vordergrund. Die Gretchenfrage für jede Handlung ist jedoch: bringt uns die geplante Maßnahme entscheidend weiter in Richtung des finalen Geschäftsnutzens bzw. erreichen wir damit die gewünschten Benefits, zu denen das Programm führen soll? Wir sind der Meinung: wenn eine Organisation so aufgestellt ist, sind die Weichen für herausfordernde Programme in Richtung Erfolg gestellt.

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