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5 Leadership-Regeln für den digitalen Wandel

09.08.2017

Führungsansätze zur maßgeblichen Unterstützung bevorstehender Transformationen.

Digitale Transformation: Erstellen einer Social-Collaboration-Plattform, Leadership-Regeln und einem agilen Management-of-Change Prozess.

Zu den wichtigsten Aufgaben und Vorbereitungen der digitalen Transformation gehört das Digital Capability Building, also das Schaffen, Auf- und Ausbauen digitaler Kompetenzen im Unternehmen. Dazu zählen neben technologischen und methodischen Fähigkeiten vor allem Führungskompetenzen. Doch welche Art von Führung wird hier gebraucht?

Sicherheit war gestern

Lassen Sie uns zunächst das aktuelle Umfeld betrachten. Die meisten (Groß-)Unternehmen waren bis vor kurzem in einer Situation, die von relativer Sicherheit geprägt war. Langer Planungshorizont, klare Vorgaben und eine eher Top-down-orientierte Führung waren die Regel und für die Situation auch meist angemessen. Ausgehend vom schnellen digitalen Wandlungsbedarf ändert sich dieses Bild nun grundsätzlich.

Die Rahmenbedingungen ändern sich so schnell, dass Unternehmen einfach keine Zeit mehr haben, sich aufwändige Definitionsarbeit und lange Gremiendiskussionen zu leisten. Hier zahlt es sich eher aus Wissen, Ressourcen, Leidenschaft und Verantwortung zusammenzubringen, umso schneller Ergebnisse zu erzielen. Zwischenfazit: In einer unsicheren Lage, bei der Ausrichtung, neue Möglichkeiten und Kundenreaktionen nicht mehr so abgesehen werden können, ist eine agile Führung erforderlich. Und das bedeutet: ein komplett anderes Führungsverständnis.

Weniger Management, mehr Leadership

Für dieses Führungsverständnis ist es essentiell, Management von Leadership zu unterscheiden. Was heißt das konkret?

Management-Tätigkeiten sind vor allem geprägt von:

  • Formulierung von Aufgaben und Prozessen
  • Nachverfolgung und Steuerung durch Soll-Ist-Vergleiche
  • Optimierung von Effizienz und Qualität
  • Kontinuierliche Verbesserung
  • Zusammengefasst: Klärung des „Wie” und „Wann”

Leadership hingegen umfasst:

  • Fokussierung auf Sinnvermittlung (Purpose) und übergeordnete Ziele
  • Vermittlung einer lenkenden Vision für die Zukunft
  • Intensive persönliche Kommunikation
  • Aktive Begleitung der Veränderung
  • Zusammengefasst: Klärung des „Was” und „Warum”

Aus dieser Gegenüberstellung wird deutlich: Leadership ist also etwas komplett anderes als Management. Und für die digitale Veränderung brauchen wir vor allem Leadership. Nehmen wir die zentralen Eckpunkte wie Sinnvermittlung, intensive persönliche Kommunikation und Begleitung der Veränderung auf. Damit können wir 5 Leadership-Leitlinien für den digitalen Wandel skizzieren:

  1. Bekennen Sie sich klar, explizit und immer wieder zur digitalen Transformation: Kommunizieren Sie permanent Ihre Ziele, machen Sie die Dringlichkeit und Alternativlosigkeit des Wandels deutlich. Geben Sie Schnelligkeit als Ziel aus: Seid schneller als früher und schneller als der Wettbewerb.

  2. Verfolgen Sie die verabredeten Umsetzungen persönlich: Die nächsten Führungsebenen und die Mitarbeiter in Gänze müssen erkennen, dass Sie es wirk-lich ernst meinen und dass keine gewünschten Veränderungen im Sande verlaufen werden. Zeigen Sie Präsenz in einzelnen Initiativen und werden Sie ungemütlich, wenn verabredete Veränderungen verschleppt werden.

  3. Die Generation S wird zentraler Teil Ihrer Unternehmenskultur: Die von der Start-up-Kultur geprägten Mitarbeiter erwarten kurze, schnelle und dezentrale Entscheidungswege sowie agile Arbeitsmethoden. Das Selbstverständnis und das Engagement eines Start-ups können Leitmotiv der zukünftigen Unternehmenskultur sein. Nutzen Sie dies als Katalysator im Unternehmen!

  4. Mitarbeiterorientierung/im Team: Investieren Sie erst in Teams, dann in Ideen und Technologien! Auf allen Ebenen brauchen Sie eine Stärkung von Teams. Aktivieren Sie Ihre Mitarbeiter und lassen Sie sie eigenständig machen. Setzen Sie auf Heterogenität in der Teambesetzung und auf Problemlösung durch Cross-Functional-Teams. Vermitteln Sie, dass Sie Fails als Teil von Lernen und Erschaffen sehen und dass Sie davon ausgehen, dass 3 von 4 Ideen nicht funktionieren werden. Das ist ok. Und wird die Entwicklungsteams in Ihrem Unternehmen beflügeln.

  5. Mitarbeiterorientierung/individuell: Die Mitarbeitereinstellung und die Mitarbeiterentwicklung sind Ihre wichtigsten Investitionen. Dazu gehört, dass Ihre einzelnen Mitarbeiter zeitnahe persönliche Feedbackreviews und individuelle Anerkennung erhalten (statt formaler Mitarbeiterbewertungen). Beachten Sie die geringere Bedeutung der finanziellen Anreize. Wahre Motivation entsteht, wenn der einzelne Mitarbeiter den Sinn seines Tuns erfährt und sich mit der übergeordneten bzw. gesellschaftlichen Relevanz seiner Arbeit identifiziert. Nur das erzeugt Bindung, Commitment und letztlich erfolgreiche Innovation.

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Fazit

Mit diesen 5 Leadership-Leitlinien sind Sie gut vorbereitet für den anstehenden Wandel. Denn … die digitale Transformation muss oben ansetzen.

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