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Mehr Neues in Projekten wagen

10.11.2015

Projektmanagement: Agiles PM trifft auf SCRUM und (Pilot-)Projekte erschaffen neue Formen der Zusammenarbeit.

Projekte sollen zu Neuem führen. Projektziele richten sich meist auf Verbesserungen, Veränderungen, Innovationen. Darüber aber wird häufig unterschätzt oder übersehen: Auch in der Organisation eines einzelnen Projektes stecken viele Möglichkeiten für Veränderungen und Entwicklungen. In der Art, wie wir Projekte machen, liegt ein eigenes Innovationspotential.

Wunsch nach Standards - wenig Veränderungen in der Durchführung von Projekten

Warum muss das überhaupt erwähnt werden? Die meisten Unternehmen arbeiten derzeit und immer noch an der Standardisierung ihres Projektmanagements. Das ist auch sinnvoll: Durch die Vereinheitlichung von PM-Prozessen lassen sich viele unnötige Aufwände vermeiden. Vor allem in den Bereichen Controlling, Reporting, oder auch Risikomanagement sind Standards wichtig. In letzter Zeit wird der Fokus zudem auf die projektbezogene Nutzenbewertung gelegt, als Voraussetzung für eine gute Portfoliopriorisierung: Was ein Projekt kostet, wo es steht und was es bringt - das muss übergreifend festgelegt sein. Projekte müssen immer Familienmitglieder eines Portfolios bleiben.

Leider gibt es dadurch aber verhältnismäßig wenig aktives Variieren und Ausprobieren in der Durchführung von Projekten. Ein Beispiel dafür sind agile Methoden. Agiles PM war die letzte größere Veränderung im Projektmanagement. Aber Methoden wie SCRUM u.a. wirken mittlerweile selbst wieder standardisierend. Dabei muss gerade das Projektmanagement agil variiert und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Projekte als Versuchslabor

Die meisten Unternehmen stehen heute vor gewaltigen Anpassungs- und Neuausrichtungsaufgaben, die sich nur durch intensives und innovatives Zusammenarbeiten lösen lassen. Projekte sind die ideale Form, um in einem begrenzten Umfang neue Formen der Zusammenarbeit zu pilotieren. An welchen Stellen kann das erfolgen? Aus Sicht von Campana & Schott bieten sich zum Beispiel folgende Ansatzpunkte an, die in einem einzelnen Projekt ausprobiert, variiert oder pilotiert werden können:

  • Planungstechniken
  • Kommunikationsformen
  • Zum Beispiel Verzicht auf E-Mail für die Kommunikation im Team und vielleicht statt dessen die Nutzung einer Social-Collaboration-Umgebung.
  • Stakeholder
  • Frühzeitig Partner, Kunden oder Mitarbeiter aus anderen Projekten in das eigene Team vor Ort einbinden.
  • Organisation
  • Einzelne Projekte versuchsweise wie ein Startup organisieren.
  • Projektziel
  • Spezifikation des Projektziels als "Minimum Viable Product" - was ist der elementare, zu liefernde Kern des Projektes? (Radikales Requirement Engineering, Verzicht auf die konzerntypischen Ausweitung der Anforderungen ...)
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Fazit

Letztlich sind es die Projektmanager, die diese Ansätze entwickeln, anwenden und auch wieder verwerfen, wenn sie nicht das gewünschte Ergebnis bringen. Die von ihnen angeregten neuen Formen der Zusammenarbeit in Projekten leisten einen wichtigen, oft unterschätzten Beitrag zur Unternehmensentwicklung. Nutzen Projektmanager(innen) das vorhandene Innovationspotential erfolgreich, dann können sie zu den Helden des Veränderungsalltags werden.

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