„Man merkt hier schnell: Wenn man etwas ausprobieren will, findet sich ein Weg.“

Von der studentischen Unternehmensberatung über die Trainerakademie des BDSU bis zu ihrer heutigen Rolle als Beraterin bei CS: Der Weg von Marie Krieger (27) ist geprägt von Neugier, Verantwortung und viel Motivation, die Türen öffnet. Heute arbeitet sie in unserem Hamburger Büro an Transformations- und KI-Projekten und erinnert sich noch genau daran, wie alles begann: mit einem Praktikum, viel Vertrauen und der Freiheit, Dinge auszuprobieren.

Im Interview erzählt Marie von einer Konferenz mit 600 Studierenden in Brüssel, von ihrem Workshop zum Thema „Leading and Managing Transformations by leveraging AI“, von der prägenden Zeit in der studentischen Unternehmensberatung – und davon, warum sich die Kultur bei CS für sie manchmal wie eine große, offene Spielwiese anfühlt.

Marie, wir starten mal mit einem ganz frischen Erlebnis: Du warst vor Kurzem auf der Winter Conference des Junior Enterprise Europe Networks in Brüssel. Was war das für ein Event?

Das war wirklich beeindruckend. Da kommen rund 500 bis 600 Studierende aus ganz Europa zusammen – aus Portugal, Spanien, Frankreich, Polen, Deutschland. Es beginnt mit einer großen Opening Ceremony mit Reden von europäischen Politikern und danach geht es direkt in den Austausch. Am Sonntag durfte ich dann noch eine Laudatio halten und den Award für das Most Impactful Project überreichen. Besonders überzeugt hat mich ein Team aus Portugal, das eine KI-Lösung entwickelt hat, die Feuerwehrleute bei der Einsatzkoordination unterstützt – da hat man richtig gemerkt, wie viel Wirkung studentische Projekte haben können.

Am Samstag habt ihr dort auch selbst einen Workshop gegeben. Worum ging es?

Phil und ich haben einen Workshop zum Thema „Leveraging AI in Transformations“ gehalten. Uns saßen etwa 70 Studierende gegenüber. Wir haben mit einem sogenannten „Prompt-First“-Ansatz gearbeitet – also KI direkt im Workshop genutzt, um Fragestellungen zu bearbeiten. Es ging darum, wie man Transformation auf verschiedenen Ebenen gestalten kann: persönlich, im Projektteam oder sogar in der eigenen übergeordneten Ebene für die ganze studentischen Beratung. 

Ein Teil des Workshops hieß „Transform Yourself“. Gib uns bitte einen kurzen Einblick, um was es dabei genau ging.

Im Kern ging es um die eigene Entwicklung und Self-Leadership, bei dem wir auch einen spannenden Perspektivwechsel eingebaut haben: Wir stellen KI meistens Fragen und erwarten Antworten. Aber wir haben die Teilnehmenden ermutigt, sich von der KI Fragen stellen zu lassen. Zum Beispiel: Wie finde ich eigentlich meinen Führungsstil? Wo habe ich noch Wissenslücken? Welche Fragen helfen mir, mein Ziel klarer zu definieren?

Diese Art von Dialog mit der KI kann unglaublich hilfreich sein, um sich selbst besser zu reflektieren. Viele Studierende haben gemerkt, dass Transformation eben nicht nur Organisationen betrifft – sondern auch die eigene Entwicklung.

Du hast selbst viele Jahre in der studentischen Unternehmensberatung verbracht. Wie bist du eigentlich dazu gekommen?

Ganz ehrlich: Am Anfang gar nicht wegen Consulting. Ich fand einfach die Leute total sympathisch und spannend. Ich komme aus einer Familie ohne akademischen Hintergrund – meine Schwester und ich sind die ersten, die studiert haben. Consulting war für mich damals ein komplett unbekanntes Feld.

Aber die studentische Beratung war dann so eine Art grüne Spielwiese: Man kann Projekte ausprobieren, Verantwortung übernehmen, Dinge organisieren und gleichzeitig unglaublich viel lernen, in einem entspannten Rahmen und mit motivierten Leuten. 

Was nimmst du persönlich aus dieser Zeit mit?

Vor allem Selbstorganisation und den Umgang mit echten Kunden. Und es nimmt einem auch ein bisschen die Angst vor der Arbeitswelt. Im Studium denkt man manchmal: Da draußen gibt es diese große, unbekannte Arbeitswelt und die haben alle den vollen Durchblick.

Aber wenn man schon durch die studentische Beratung Projekte mit Unternehmen macht, merkt man schnell: Das sind auch einfach Menschen. Man arbeitet gemeinsam an Themen, man diskutiert, man sucht Lösungen. Dadurch verliert das Ganze diesen „großen, gruseligen, unbekannten Schatten“.

Nach deiner Zeit in der studentischen Beratung bist du in die Trainerakademie des BDSU gegangen. Was passiert dort?

Die Trainerakademie bildet Studierende zu Trainern aus. Man durchläuft ein intensives Train-the-Trainer-Programm und lernt vor allem Methoden: Wie gestaltet man Workshops? Wie erreicht man unterschiedliche Lerntypen? Wie vermittelt man Wissen so, dass es wirklich hängen bleibt?

Ich war später sogar ein Jahr lang Head of Trainerakademie. Das war eine unglaublich prägende Zeit, weil man nicht nur selbst lernt, sondern auch Verantwortung für die Weiterentwicklung anderer übernimmt - und viele Trainings in ganz Deutschland gibt. 

Dein Weg hat dich dann zu uns geführt. Damals noch für ein erstes Praktikum nach dem Bachelorstudium. Wie hast du dein Praktikum damals erlebt? 

Sehr intensiv – im besten Sinne. Ich war auf mehreren Projekten gleichzeitig, teilweise sogar international. Gleichzeitig durfte ich auch Dinge außerhalb der Projekte ausprobieren: ein Teamevent organisieren, ein Offsite vorbereiten, mich mit Leadership-Themen beschäftigen.

Das hat mich total an meine Zeit in der studentischen Beratung erinnert: Man bekommt Raum, Dinge auszuprobieren. Und wenn man viel machen möchte, dann darf man das auch!

Heute bist du fest bei CS als Beraterin. Was macht die Kultur hier für dich besonders? 

Für mich fühlt es sich so an, als wären die Türen hier nicht geschlossen. Sie sind mindestens angelehnt – oft sogar weit offen.

Wenn ich etwas ausprobieren möchte oder ein Thema spannend finde, habe ich das Gefühl, dass ich durch diese Tür gehen darf. Und selbst wenn jemand gerade unglaublich viel zu tun hat, sind die Menschen hier immer erstaunlich offen und hilfsbereit.

Diese Kombination aus Vertrauen, Offenheit und echter Zusammenarbeit macht für mich die Kultur bei CS aus. 

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