Phil, wo erwischen wir dich gerade?
Ich sitze im Zug zur Winterkonferenz von Junior Enterprises Europe. Dort halte ich eine Keynote zur Zukunft der Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz. Und meine Kollegin Marie Krieger und ich werden einen Workshop zum Thema „Leading and Managing Transformations“ anbieten. Ganz allgemein geht es darum, wie sich die Arbeitswelt der Zukunft gestaltet – und darum, wie KI unsere Beratungs- und Projektarbeit verändert.
Für alle, die das Netzwerk nicht kennen: Was ist Junior Enterprises Europe?
In Europa gibt es ein starkes Netzwerk studentischer Unternehmensberatungen. In Deutschland z.B. den Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen, kurz BDSU. Auf europäischer Ebene bündelt Junior Enterprises Europe diese nationalen Verbände, mit dem Ziel Studierende zu befähigen, unternehmerisch zu denken und Projekte umzusetzen.
Und deine Verbindung dazu?
Die geht weit zurück. Ich habe während meines Studiums bei Junior Comtec Darmstadt angefangen – das war Anfang der 2000er. Später war ich für ein Doppeldiplom in Lyon und dort bei Central Conseil Rhône-Alpes aktiv. Diese Zeit hat mich enorm geprägt.
Du bist seit vielen Jahren im Netzwerk aktiv geblieben. Warum?
Weil mich das Thema Weiterentwicklung nie losgelassen hat. 2009 bin ich Teil der Trainerakademie des BDSU geworden. Dort werden Studierende in einer intensiven Ausbildung zu Soft-Skill-Trainern qualifiziert, um dann wiederum in ganz Deutschland Trainings für studentische Unternehmensberatende zu geben. Ich habe selbst parallel zur Arbeit am Wochenende viele Trainings gehalten, später auch Trainer ausgebildet und schließlich auf europäischer Ebene am Aufbau einer europäischen Trainerakademie für den JADE, dem Vorläufer von JE Europe, mitgewirkt.
Inwiefern hat dich diese Zeit damals geprägt und auch auf deine heutige Rolle vorbereitet?
Ich bin zwar im Kern Diplom Ingenieur im Maschinenbauer, doch habe durch mein Studium an der Ecole Centrale in Frankreich früh gelernt, über Disziplingrenzen hinauszudenken – mit einem eher generalistischen, systemischen Blick. Gleichzeitig hat mich immer fasziniert, wie man Struktur in Komplexität bringt und Projekte so steuert, dass aus einer Vision Realität wird. Und die Tätigkeit in den studentischen Unternehmensberatungen hat mein Beratungsinteresse geweckt. Dieser Mix hat mich schließlich zu Campana & Schott geführt.
Was hat dich damals bei Campana & Schott überzeugt?
Mehrere Dinge. Erstens: der starke Projektmanagement-Fokus. Ich fand es schon immer spannend zu überlegen, was in welcher Reihenfolge passieren muss, damit etwas gelingt.
Zweitens: die internationale Perspektive. Durch mein Doppeldiplom war Frankreich für mich wichtig – und Campana & Schott hat ein Office in Paris.
Und drittens: die Kultur. Ich kenne das Unternehmen noch aus Zeiten, als wir rund 100 Mitarbeitende waren. Heute sind es über 600. Dieses Wachstum mitzugestalten – und trotzdem nahbar zu bleiben – ist etwas Besonderes.
Eines deiner Kernthemen ist die Integration von KI im Projektmanagement. Gib uns bitte einen kurzen Einblick, wo die Reise hingeht.
Sehr knapp gesagt: Wir müssen Projektmanagement ganzheitlich denken – von der Projektebene über Programme und Portfolios bis zur Strategie.
Und auf all diesen Ebenen wird KI unterstützen:
bei Analysen, bei Forecasts, bei Dokumentation, bei Entscheidungsgrundlagen.
Das bedeutet, die Produktivität wird steigen. Prozesse werden schneller, transparenter, datenbasierter.
Braucht es dann überhaupt noch Projektmanager:innen?
Mehr denn je. KI kann fachliche Aufgaben übernehmen – aber sie wird kein Projekt treiben. Sie wird kein Team motivieren, keinen Konflikt moderieren, keine Vision vermitteln.
Denn es geht darum, Menschen mitzunehmen, Energie zu erzeugen und Verantwortung zu übernehmen. Und das braucht Fingerspitzengefühl.
Was rätst du Studierenden und Professionals, die in Beratung oder Projektmanagement wollen?
Erstens: Lernt schnell – die strukturierte Erschließung neuer Themen bleibt zentral.
Zweitens: Entwickelt eure Persönlichkeit weiter – Kommunikation, Konfliktlösung und Zusammenarbeit sind Kernkompetenzen.
Drittens: Nutzt KI als Werkzeug – ihre Anwendung wird bald selbstverständlich sein, wie heute Computer.
Der Unterschied wird nicht das Tool sein, sondern die Haltung.
Warum ist Campana & Schott dafür der richtige Arbeitgeber?
Weil wir ein erstklassiges Team haben! Und weil unser Beratungsansatz ganzheitlich ist: Das heißt, wir begleiten Kunden durch die großen Veränderungen unserer Zeit – von der Vision bis zur Umsetzung.
Da wir seit unserer Gründung kontinuierlich wachsen, bieten sich immer Gestaltungsspielräume und vor allem Karrieremöglichkeiten. Wer also Lust hat, Verantwortung zu übernehmen, findet bei uns ein Umfeld, das fordert und fördert.
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