Best Practice

Auf dem Weg in die Public Cloud

15.09.2022

Am Anfang steht die Vision: Public Cloud Services on-demand, skalierbar und kostengünstig. Unternehmen erwarten Großes von der Nutzung der zahlreichen Serviceangebote der Hyperscaler wie Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud. Diese sollen Entlastung schaffen angesichts wachsender Herausforderungen im IT-Betrieb, wie es zum Beispiel ein hoher Grad an Automatisierung bei steigendem Fachkräftemangel bietet.

Vorsicht vor der Schatten-IT

In Beratungsprojekten lässt sich immer wieder feststellen, dass sich viele Unternehmen in einer sogenannten Illusion der Cloud Readiness befinden. Fachbereiche nutzen eigenständig Services aus der Public Cloud, wenn die IT diese Nachfrage nicht bedienen kann. Der Return on Investment lässt auf sich warten. Stattdessen existieren zwei parallele Welten: die On-Premises-Infrastruktur auf der einen Seite und eine oder mehrere Public-Cloud-Plattformen auf der anderen.

Für die meisten Unternehmen ist der vollständige Umzug in die Public Cloud nicht sinnvoll. Dafür stehen diese Unternehmen nun vor der Herausforderung, die Transformation in ein integriertes hybrides Modell anzugehen, das je nach Geschäftsmodell und Branche anders aussehen wird. 

Die fünf Phasen der Cloud Journey

Diese Transformation lässt sich in fünf Phasen gliedern. Zu jeder Phase wird in den kommenden Wochen in Form von einzelnen Blog-Beiträgen berichtet werden. Ziel ist es, Methoden aus der Praxis zu reflektieren, die sich für die Unterstützung der Vorhaben in der jeweiligen Phase eignen.  

Die fünf Phasen der „Cloud Journey“ werden sowohl iterativ als auch parallel von Organisationen durchlaufen. Zu Beginn wird in der Formulierung einer Vision das Verständnis für den Wert der Nutzung von Cloud Services für das Unternehmen geschärft.  

Die Roadmap entsteht durch die Analyse der vorhandenen Infrastruktur sowie aus der Vision resultierender Anforderungen an den zukünftigen Betrieb. Um falschen Erwartungen an Kosteneinsparungen durch die Public Cloud entgegenzuwirken, bezieht die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung qualitative und quantitative Kriterien mit ein.  

In der Einrichtung und dem Betrieb der Plattform geht es um den Aufbau einer Umgebung in der Public Cloud. Dabei zeigt sich der Vorteil einer transparenten Vision, denn aus dieser kann die Organisation Prinzipien als Leitplanken für zentrale Architekturentscheidungen in den folgenden Phasen formulieren. 

Anschließend folgen sowohl die Migration von On-Premises-Services als auch die Entwicklung von Cloud-Applikationen. Damit einher geht der Aufbau einer Organisation mit zugehörigen Prozessen und Fähigkeiten, welche die Nutzung von Public Cloud und On-Premises-Services integriert. Ausgerichtet auf die Unternehmensziele, strebt das Cloud Target Operating Model (TOM) die kontinuierliche Weiterentwicklung an Erfolgsfaktoren.  

Erfahrungsgemäß gehören vier Elemente zu einer gelungenen Cloud Journey: 

  • eine Anpassung der Organisation und Fähigkeiten auf die neuen Gegebenheiten, 
  • eine Strategie und daraus abgeleitet ein Servicekatalog mit den Leistungen, die in Zukunft erbracht werden sollen, 
  • eine technische Implementierung, die skalierbar ist,  
  • ein aktives Management des Transformationsvorhabens, damit die neuen Services genutzt und die Altsysteme effektiv abgebaut werden können.  

Jeder dieser Erfolgsfaktoren findet sich ebenso in den Phasen der Cloud Journey wieder. Auch dieses Vorhaben stellt wie jede Transformation eine große Herausforderung dar. Aus diesem Grund sollten Unternehmen sich an Standards und bewährten Methoden orientieren, die im Folgenden hier präsentiert werden.  

 

Autoren

Sven Weitz

Sven Weitz

Director Development, Integration & Support

Bastian Emondts

Bastian Emondts

Manager Operations

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