CEO

Smart Spaces für mehr Innovationen

28.11.2018

Wie Büroräume mehr sein können als Stellflächen für Schreibtische.

Franka liebt den Anblick der Frankfurter Skyline. Je nach Blickwinkel sind die Wolkenkratzer immer etwas anders angeordnet. Aber immer mehr verstellen Baukräne und Baustellen den Anblick. Die Problematik kennen auch andere Städte: Es wird derzeit allen Ortes verdichtet und gebaut. Denn Büro- und Wohnflächen sind in den Grossstädten rar und kostbar.

Daher hat Franka eine Idee: Sie will einen Coworking Space eröffnen, für Projekte, Freelancer und Teams, die einfach mal eine kreative Alternative zu ihrem normalen Unternehmensbüro brauchen. Aber es soll nicht der x-te Coworking Space mit stylischen Stühlen, massiven Holztischen und überdimensionalen Lampenschirmen werden. Franka denkt an ein paar Innovationen mehr, allen voran an IoT-Lösungen.

Büro- und Besprechungsräume sind rar und zudem ein Kostenfaktor. Miet- und Betriebskosten werden fällig, auch wenn die Räume leer bleiben. Die Etablierung von Smart Spaces ermöglicht Nachhaltigkeitseffekte für den Betreiber und Annehmlichkeiten für die Nutzer.

 

Unsere (Arbeits-)Orte für Inspiration

Wir bei Campana & Schott haben mit Smart Spaces positive Erfahrungen gemacht. Unsere Meetingräume sind zum Beispiel mit Sensoren ausgestattet. Wird ein Meetingraum nicht genutzt, meldet sich automatisch ein Chatbot, um den Raum wieder freizugeben. Touchscreens vor den Räumen informieren über die Auslastung und ermöglichen per Click die Raumbuchung oder per Spracheingabe das Reklamieren von fehlenden Stiften bis hin zu kurzfristigen Anfragen nach IT-Support. Mich hat es überrascht, dass kleine Gimmicks eine so positive Resonanz erfahren. Wir beobachten dabei auch, dass IoT-Lösungen besonders wirkungsvoll sind, wenn sie tief in den digitalen Arbeitsplatz der Nutzer eingebunden sind.

Davon habe ich mich anregen lassen und beschlossen, für mich selbst jetzt kein klassisches Büro mehr zu beziehen. Ich werde umziehen und mein neues Büro soll primär ein inspirierender Arbeitsort und zugleich ein Besprechungsraum werden: Wenn ich nicht da bin (und das wird auf dem Display visualisiert), ist der Raum für andere frei nutzbar. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und tüfteln an einer KI, die die Raumverfügbarkeit mit meinem Kalender abgleicht und ohne mein Zutun erkennen soll, ob ein eingetragener Termin im Zusammenhang mit einem externen Termin oder einer Reise steht. Dann wird mein Büro als verfügbar angezeigt.

 

Leichter Einstieg ins Smart Office

Die Umwandlung einer klassischen Bürofläche in Smart Spaces kann in kleinen Schritten starten. Sensorkits sind günstig und mit wenig Aufwand auch nachträglich zu installieren. Es gibt etliche Smart Space Solutions auf dem Markt, mit denen man erste Piloten starten kann. Cloud-Lösungen sorgen dafür, dass die IoT-Anbindung einfach ist und neue Nutzer schnell aktiviert werden können.

Die Vorteile liegen auf der Hand – drei Beispiele:

  1. Energiekosten können gesenkt werden, da Heizung oder Klimageräte nur bei Raumnutzung aktiviert werden.
  2. Die Raumnutzung wird optimiert und Unternehmen können mehr über die tatsächliche Auslastung lernen und künftig die Büroflächen an den realen Bedarf anpassen.
  3. Mitarbeiter werden benachrichtigt, wenn mal keine freien Arbeitsplätze vorhanden sind. Dann können sie sich die Anreise ersparen und im Home Office arbeiten.

 

Von der leeren Bürofläche zum IoT-Labor

Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen, fokussiert arbeiten, aber auch gemeinsam Neues ausprobieren. Genau hier setzte auch Franka mit ihrem neuen Coworking Space an. Die Nutzer konnten selbst mit Sensoren und Skripten experimentieren. So ergab sich für Franka die glückliche Fügung, dass ihre Bürofläche nebenbei zum IoT-Labor wurde. Büroräume sind dann ein anregender Arbeitsort. Programmierer, Projektplaner und kreative Köpfe tüfteln hier gemeinsam an Prototypen und neuen Konzepten für die Smart Spaces von morgen. Die besten Ideen kommen eben unvermittelt.

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