18.04.2023

Der Weg vom Apotheker zum Projektmanagement Consultant

Unser Kollege Sebastian hat schon so einige Stationen hinter sich. Nach seiner Ausbildung zum Apotheker arbeitete er jahrelang in der Pharmabranche und wanderte für den Job auch in die Schweiz aus.

Nach einigen Jahren bei einem weltweit führenden Pharmaunternehmen, entschied sich Sebastian noch einmal zu einem neuen Schritt und absolvierte einen MBA. Während dieser Zeit lernte er unseren Gründer und CEO Eric Schott kennen, der ihn für das Thema Consulting begeistern konnte.

Aber lest selbst, wie es danach für ihn weiterging, warum er so gerne in der Schweiz lebt und was ihm an unserem Züricher Standort so gut gefällt.

 

Hi Sebastian, Danke für Deine Zeit für dieses Interview. Wo erwische ich Dich gerade?

Ich bin heute im Einsatz bei einem unserer Kunden aus dem Pharmabereich. Wir unterstützen ihn hier im Market Access Bereich, insbesondere im Bereich Projektmanagement. Also zum Beispiel bei der Herunterbrechung der Strategie, Budgetdiskussionen, Alignment zwischen den Abteilungen oder der bereichsweiten Projektportfoliosteuerung.

Ich bin derzeit im Bereich Pricing angesiedelt, also der Abteilung, in der es um die globale Preisgestaltung der Medikamente geht.

 

Klingt nach einem bunten Themenfeld. Hattest Du vorher schon Berührungspunkte mit dem Bereich Pharma oder kommst Du eher aus dem Projektmanagement?

Tatsächlich bin ich ursprünglich ausgebildeter Apotheker und habe jahrelang in der Pharmabranche gearbeitet. Ich wollte mich allerdings immer weiterentwickeln und habe deswegen noch einen Master of Business Administration in Frankfurt gemacht. Meine Masterarbeit habe ich dann zum Thema Strategieimplementierung mittels OKRs (Objectives and Key Results) geschrieben. Das war bei meinem vorherigen Arbeitgeber Roche zu der Zeit ein sehr großes Thema und hat mich sehr interessiert. Daher habe ich meinen damaligen Professor, Eric Schott, gefragt, ob ich nicht bei ihm darüber meine Masterarbeit schreiben kann.

 

Was hat Dich dann dazu bewegt vom Weltkonzern Roche in eine (mittelständische) Beratung wie Campana & Schott zu wechseln?

Das waren rückblickend mehrere unterschiedliche Faktoren, die aber ein stimmiges Gesamtbild ergeben haben. Zum einen gab es in mir schon immer den Wunsch, Unternehmen ganzheitlicher zu betrachten und zu verstehen. Wieso ‚tickt‘ das eine Unternehmen so und das andere so, wie werden sie gesteuert, wie greifen die unterschiedlichen Bereiche erfolgreich ineinander. Als Fachexpert:in ist man ja häufig sehr tief in seinen jeweiligen Fachthemen ‚gefangen‘ und hat selten Einblick in die oben genannten Themen.

Dann kam, wie oben beschrieben, über meine Masterarbeit der Kontakt zu Eric und unserem CS OKR-Experten Carsten zustande. Durch die beiden hatte ich auf einmal eine sehr konkrete Verbindung zum Bereich Unternehmensberatung.

Als ich mich dann näher mit CS auseinandergesetzt habe kamen noch zwei wesentliche Faktoren hinzu.

Eines meiner Ziele ist die persönliche Entwicklung. Lebenslanges Lernen ist für mich essentiell und ich möchte immer dazu lernen. Während meiner Bewerbungsphase habe ich mich daher auch intensiv mit den CS-Entwicklungspfaden auseinandergesetzt. Und in dieser Ausprägung habe ich das tatsächlich so bisher bei noch keinem anderen Unternehmen gesehen.

Abgerundet wurde das Bild dann durch mein Vorstellungsgespräch. Ich habe da mit einem gelernten Innenarchitekten und einem Maschinenbauingenieur gesprochen. Beide haben komplett unterschiedliche Hintergründe, sich aber in ihrer Karriere immer weiterentwickelt und den Blick über den Tellerrand gewagt. Das hat mich letztlich überzeugt.

Nun hast Du ja nicht nur fachlich einen Sprung in etwas Neues gewagt, sondern bist ja auch als Deutscher in der schönen Schweiz gelandet. Wie lebt es sich dort?

Die Lebensqualität ist hier natürlich schon sehr hoch, egal ob in Basel oder nun in Zürich. Die Berge sind nie weit entfernt, es gibt viele Seen und auch kulinarisch hat die Schweiz extrem viel zu bieten.

Und ich mag auch die Art und das Wesen der Schweizer:innen. Mit vielen Dingen wird hier einfach etwas unaufgeregter umgegangen als zum Beispiel in Deutschland.

 

Wie gefällt es Dir an unserem Züricher Standort bzw. wie würdest Du ihn charakterisieren?

Räumlich sehr klein, im Vergleich zu anderen CS-Offices. Aber dadurch geht es auch sehr familiär zu und man kennt jeden sehr gut.

Als uns beispielsweise ein guter Kollege vor ein paar Monaten verlassen hat, haben wir gemeinsam ein großes Abschiedsessen organisiert, bei dem der ganze Standort dabei war.

Aber wir treffen uns auch mal privat, gehen gemeinsam was trinken oder auch mal „Böteln“ auf der nahegelegenen Limmat.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Standort im neuen Züricher Industriequartier in Escher Wyss. Neben vielen Startups siedeln sich dort auch immer mehr große Unternehmen an und es ist ein Viertel mit sehr viel Energie geworden.

 

Rückblickend auf Dein vergangenes Jahr bei CS, welche Deiner oben geäußerten Erwartungen oder Hoffnungen an das Leben als Consultant haben sich erfüllt? Was waren Deine Highlights?

Ein Highlight war und ist meinen Kunden aus dem Pharmabereich so intensiv zu betreuen. Ich bekomme dort fast alles mit und erfülle damit meinen Wunsch mich weiterzuentwickeln, zu lernen. Ich lerne quasi doppelt: Bei CS und direkt beim Kunden. Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass mir das Thema Market Access und Pricing, mit denen ich vorher wenig Berührungspunkte hatte, so viel Spaß macht.

Ein weiteres Highlight war für mich auch der tolle persönliche Umgang mit den Teams beim Kunden. Mir bedeutet es sehr viel, wie ich dort aufgenommen und integriert wurde und dass ich nun in zwei Teams die Vertrauensperson bin.

Und, da kommen wir wieder zum Punkt Lernen, ich konnte durch meinen damaligen CS Senior Projektleiter sehr viel mitnehmen in Bezug auf „Big Picture Thinking“, den Unterschied zwischen Outcome und Output, aber auch der Umgang mit verschiedenen Stakeholdern. Wie holt man die Menschen auch in einer firmenpolitisch angespannten Situation richtig ab oder wo sind Stolperstellen im Projekt, die man vielleicht als Neuling übersieht.

Zusammengefasst haben sich meine Erwartungen also voll erfüllt.


Sebastian, vielen Dank für das Gespräch mit Dir!

 

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