01.02.2024

IT neu denken: Schlüsselstrategien für die digitale Ära

Veränderung ist die neue Konstante in der Welt der IT. Auf was kommt es künftig an und wie sieht eine IT-Abteilung aus, die den Herausforderungen von morgen gewachsen ist?

Ähneln IT-Abteilungen heute einem angeschlagenen Schiff, das im Sturm der digitalen Transformation unterzugehen droht? Das Bild drängt sich auf, denn die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz und damit verbundenen neuen Lösungen sowie der Übergang zu datengetriebenen Organisationen haben die Innovationszyklen weiter beschleunigt. Darüber hinaus wird das Thema Citizen Development immer präsenter: Teams arbeiten nicht mehr nur funktional, sondern interdisziplinär zusammen, um sich stärker produktorientiert aufzustellen. Hier bedarf es eines strategisch durchdachten Plans für die Transformation der IT-Abteilung, um langfristig nicht unterzugehen.
 

Wie können IT-Abteilungen stetige Veränderungen beherrschen und aktiv steuern, um nicht im Sturm der Innovationen den Kurs zu verlieren, sondern die damit verbundenen Vorteile strukturell für sich zu nutzen?
 

Der drohende Untergang im Sturm der digitalen Transformation

Durch die permanente technologische, prozessuale und organisatorische Volatilität sind Unternehmen zunehmend nicht mehr in der Lage, auf neue Geschäftsanforderungen zu reagieren. Die IT-Abteilung erlebt dann häufig einen Engpass bei der effizienten Einführung und Verwaltung neuer Technologien. Die Folge: Projekte verzögern sich, technologische Implementierungen erfolgen nicht zeitgerecht und das Unternehmen wird in seiner Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gebremst.

Im gezeigten Reifegradmodell, dem von Campana & Schott entwickelten Grundkonzept zur Bewertung des Entwicklungsstandes einer Organisation im Bereich der Informationstechnologie, lassen sich viele Unternehmen aktuell den Reifegraden Process oder Service zuordnen.

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Von der Process und Service IT zur Business Capability IT

Das Reifegradmodell macht deutlich: Unternehmen müssen ihre Innovationskraft und Agilität weiter steigern, um den Anforderungen des volatilen Marktes gerecht zu werden. Der IT kommt dabei eine entscheidende Rolle zu: Sie muss sich zum Business Enabler weiterentwickeln. So können Unternehmen strategisch den Herausforderungen der Zukunft begegnen. Es gilt, den Wandel nicht nur zu akzeptieren, sondern als Chance zu begreifen und die Weichen für die Zukunft zu stellen – denn Veränderung ist kein vorübergehendes Phänomen, sie ist dauerhafte Realität.  

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Den Weg zur nächsten Reifegradstufe Business Capability schafft die IT durch die Stärkung und den Ausbau der IT-Management-Fähigkeiten. Dabei spielen drei Säulen eine besondere Rolle, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.
 

Die drei Säulen des Wandels

Damit IT-Abteilungen nicht länger einem angeschlagenen Schiff gleichen, das im Sturm der digitalen Transformation unterzugehen droht, müssen sie ihre IT-Management-Kompetenzen auf drei Säulen aufbauen.

Architektur

Die Säule der modularen Architektur sorgt für einen stabilen Rumpf, damit das Schiff auch unter neuen Bedingungen sicher navigieren kann.

Organisation

Die Säule einer kollaborativen Organisation führt zu einer engagierten Mannschaft, in der jede Person anpackt, wo er oder sie gebraucht wird.

Prozesse & Governance

Die Säule Prozesse & Governance sorgt für zuverlässige Steuerungsinstrumente, damit auch bei schlechter Sicht manövriert werden kann.

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Betrachten wir die drei Säulen im Detail:
 

Säule 1 – Architektur. Enterprise Architecture Management (EAM) und die Notwendigkeit der Modularität.

IT-Abteilungen stehen vor der gewaltigen Aufgabe, ihre Architektur kontinuierlich anzupassen, um das volle Potenzial der neuesten Technologien auszuschöpfen. Eine starre IT-Architektur, die keine Veränderung erlaubt, läuft Gefahr, entscheidende Innovationschancen zu verpassen.

Ein modularer Aufbau der IT-Architektur ermöglicht es, mit der rasanten Entwicklung der Technologien Schritt zu halten und Änderungen nahtlos zu integrieren. Die dadurch gewonnene Flexibilität befähigt Unternehmen , Veränderungen effizient zu managen, ohne den Überblick zu verlieren.

Die treibende Kraft hinter der Gestaltung der IT-Architektur sind die Anforderungen des Business. Jede Anpassung der IT-Architektur muss sich am konkreten Geschäftsfeld und seinen spezifischen Bedarfen orientieren. Um dies effektiv zu erreichen, ist eine enge Abstimmung und Transparenz zwischen Business- und IT-Architektur unabdingbar. Nur durch ein tiefes Verständnis der gegenseitigen Abhängigkeiten und eine klare Ausrichtung an den Geschäftsprozessen kann die Komplexität der Architektur reduziert werden.
 

Säule 2 – Organisation. Kultur der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Verantwortung.

Doch der Wandel betrifft nicht nur den Einsatz neuer Technologien. Er fordert auch einen tiefgreifenden organisatorischen Umschwung. Die Zeiten, in denen IT und Business in separaten Welten existierten, sind vorbei. Moderne Organisationen müssen diese Grenzen auflösen und eine Kultur gemeinsamer Verantwortung und integrierter Teams fördern. Diese neue Ära der Zusammenarbeit erfordert fließende Übergänge zwischen Business und IT, wobei beide Seiten lernen müssen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen und gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Klassische Silostrukturen in der Aufbauorganisation des Unternehmens und isoliertes Arbeiten gehören der Vergangenheit an und müssen aufgelöst werden. Stattdessen rücken gemischte Teams in den Vordergrund, die Verantwortung teilen. Diese neue Art der Zusammenarbeit erfordert einen Wandel der Unternehmenskultur. Das Management muss diesen Wandel nicht nur unterstützen, sondern aktiv vorantreiben.

Mit der zunehmenden Kooperation zwischen Business und IT steigt auch der Wissensbedarf. Spezielle Formate wie Communities können den horizontalen Austausch ermöglichen und Technologie- und Prozesswissen verbreiten.

Der notwendige Kulturwandel, der die Zusammenarbeit einleitet, kann beispielsweise durch Pilotprojekte initiiert werden, in denen IT und Business gemeinsam eine Kultur für das Projekt definieren, in diesem erproben und anschließend ins gesamte Unternehmen weitertragen. Diese Projekte dienen auch der Förderung einer neuen Fehlerkultur und dem Empowerment der Mitarbeitenden.
 

Säule 3 – Prozesse & Governance. Agilität für Flexibilität und Handlungsgeschwindigkeit.

Parallel dazu müssen Unternehmen auch die Geschäftsprozesse und Governance-Strukturen anpassen, um mit den raschen Veränderungen am Markt Schritt zu halten. Schnelligkeit und Flexibilität werden zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren. Die Fähigkeit, technologische Komplexität effektiv zu managen und Governance-Instrumente geschickt einzusetzen, wird immer wichtiger.

Starre Prozesse müssen aufgelöst und durch optimierte, digitalisierte und agile Prozesse ausgetauscht werden. Flexible und iterative Planungen ersetzen in Teilen langfristige Jahresplanungen. So können Unternehmen schnell und effizient auf Veränderungen reagieren.

Gleichzeitig muss die Governance-Struktur an die neuen Freiheiten angepasst werden, die sich aus der Agilität der Prozesse und der Übernahme einzelner IT-Aufgaben durch das Business ergeben. Eine effektive Governance stellt sicher, dass trotz erhöhter Flexibilität und Handlungsgeschwindigkeit die notwendige Kontrolle erhalten bleibt. Dazu braucht es nicht nur durchdachte Richtlinien, sondern auch Führungskräfte, die diese Governance leben und durchsetzen. So entsteht eine Balance zwischen Freiheit und Kontrolle, die für den langfristigen Erfolg der IT-Transformation unabdingbar ist.
 

Fazit: der Weg nach vorn

IT-Abteilungen und die Fähigkeit zu strategischem IT-Management sind heute wichtiger denn je, damit Unternehmen in unserer volatilen Welt bestehen können. Es gilt, Veränderungen als Chance zu begreifen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Konkret bedeutet dies, dass Unternehmen ihre IT auf einen höheren Reifegrad heben und die bestehenden drei Säulen Architektur, Organisation und Prozesse & Governance in einen harmonischen Dreiklang bringen müssen. Es reicht nicht aus, auf einzelne Maßnahmen zu setzen. Eine erfolgreiche Umsetzung ist dabei entscheidend, um auf die Innovationsgeschwindigkeit neuer Technologien und Entwicklungen reagieren zu können. Hier ist proaktives Handeln gefragt, um das Schiff so auszustatten, dass es sicher durch alle kommenden Veränderungen navigiert und gleichzeitig die IT-Abteilung der Zukunft schafft.

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Anneliesa Greisbach

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Manuel Reiszky

Managing Consultant - Expert Strategic IT Design

Michael Müller

Michael Müller

Senior Manager, Head of IT Management Advisory

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